Schon seit 2016: Drache Emil sagt JA zum Umweltschutz – UMWELTSIEGEL

Liebe Drachenfreunde! Aufgrund einer immer weiter um sich greifenden weltweiten Umweltzerstörung habe ich schon 2016 beschlossen, meine Emilbücher auf umweltfreundlichem Recyclingpapier drucken zu lassen (viele Bilder auch auf www.facebook.com/Drache.Emil. Dieses Papier ist zwar teurer als „normales“ Papier, aber in seiner Qualität nicht schlechter (der Preis pro Buch wird deshalb aber nicht angehoben). Ganz im Gegenteil! Das Lesen macht unter dem Aspekt des Umweltschutzes sogar mehr Spaß. So erging es mir jedenfalls. Und um noch mehr Menschen – alle großen und kleinen Leser – für die Sache des Umweltschutzes zu begeistern, werben wir mit dem Drachen Emil und seinem UMWELTSIEGEL.

Emil_Umweltsiegel

Leseprobe: Brunhilda, die Skaldin

Nachdem sich Emil von Thor dem Donnergott samt seinen beiden Ziegenböcken gebührend verabschiedet hatte, flog er in Richtung Süden, ganz so, wie es ihm Thor gesagt hatte. Nach kurzer Zeit erreichte er den See, der aus der Luft einem Auge glich. Um sich ein bisschen abzukühlen, stürzte er sich wagemutig in die Fluten. Gleichzeitig schnappte er sich ein gutes Dutzend edelster Maränen. „Ihr schmeckt wirklich lecker, ihr kleinen Fischchen“, dachte Emil und glitt immer weiter in die Tiefe. Der Grund des Sees sah gruselig aus und ähnelte einem zusammengerollten Igelbalg. Dicht an dicht ragten spitze Baumstümpfe aus dem felsigen Seeboden. Der See selbst vertiefte sich kegelförmig wie ein umgedrehter Vulkan.
Als Emil nach einem kurzen Tauchgang wieder zur türkisfarbenen Wasseroberfläche aufstieg, fiel sein Blick auf eine kleine Wiese am Rand des Sees. Dort saß, angelehnt an einen morschen Baumstumpf, ein junges Mädchen mit weißblondem Haar. Sie schien zu schlafen, denn ihre Augen waren geschlossen.
‚Eine Prinzessin!‘, schoss es dem Drachen Emil durch den Kopf. ‚Ja, es muss eine Prinzessin sein, denn sie riecht sooo gut!‘ Emil schwamm behutsam und ohne größere Wellen zu verursachen näher an die Schlummernde heran. Vorsichtig streckte er seinen Hals aus, immer weiter, aber bedächtig, denn er wollte das zarte Wesen nicht wecken oder gar erschrecken. Dass der Anblick eines Drachen erschreckend auf Mensch und Tier wirkt, wusste er aus Erfahrung. Emil schob seine Nase ganz dicht an des Mädchens Füße.
‚Ja, eine Prinzessin!‘, freute sich Emil gedanklich. ‚Zweifellos, denn die Füße von Rittern und Bauern riechen anders, erbärmlich sogar. Die kenne ich. Von den Stinkefüßen der Trolle ganz zu schweigen!‘
Plötzlich spürte er, wie er sich mit einem seiner spitzen Eckzähne in etwas verfangen hatte. Ist das … ein Kettenhemd?! Emil erschrak ganz gewaltig. ‚Ein Mädchen im Kettenhemd!‘, schoss es ihm durch die Kopfschuppen, die steil aufragten, ‚wie peinlich!‘ Und wie er noch mit aller Vorsicht und Geschicklichkeit versuchte, der verzwickten Lage Herr zu werden, blinkte es silbern zwischen seinen Augen auf.
„Schön still bleiben! Nicht bewegen!“, fauchte das Mädchen furchtlos und hielt Emil mit seinem Schwert auf Abstand. „Wenn du glaubst, mich verspeisen zu können, irrst du dich gewaltig. Ich spalte dir den Schädel, noch ehe du nach deiner Mama rufen kannst!“
Emil rollte verlegen mit den Augen.
„Ich will dich nicht fressen.“
„Wenn du mich nicht fressen willst, was willst du dann?“
„Ich hänge fest. Ich wollte nur ein bisschen an dir riechen.“
„An mir riechen? Den Schwachsinn soll ich dir glauben?“
Emils Nase begann kleine Rauchwölkchen auszustoßen.
„Spuckst du Feuer, steche ich zu“, drohte das Mädchen mit fester Stimme und sah den Drachen mit seinen blauen Augen und seinen zusammengekniffenen schwarzen Augenbrauen an.
„Fauch, schmauch, Drachenzahn, ich bin der Drache Emil, Freund der Tiere, Menschen und sogar der Trolle. Ich stecke fest, weil ich ein Dummkopf bin.“
„Ha, sehr gut! Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Ich bin Brunhilda, eine Skaldin.“
„Eine Skalpin?“ Emil erschrak etwas.
„Eine Skaldin, du Dummkopf – eine Dichterin, eine Verfasserin großer Epen und herrlicher Heldenlieder. So etwas wie du ist mir noch nie untergekommen. Vielleicht baue ich dich in mein neues Lied ein, an welchem ich gerade arbeite.“
„Die Lieder der Menschen können sehr lang sein. Vielleicht befreist du mich zuerst?“
Brunhilda lachte. „Das ist gut! Ich, ein Mädchen, befreie den Drachen! Das glaubt mir keiner!“ Und mit diesen Worten drückte Brunhilda den Drachenzahn aus ihrem Kettenhemd.
„Bist ein recht hübsches Kerlchen, Drache Emil“, gestand Brunhilda und richtete sich auf.
„Danke“, fauchte der Drache Emil, „du bist auch ein hübsches Ding!“
Brunhilda verneigte sich höflich und rückte ihren Helm zurecht.
„Um was geht es denn in deinem neuen Lied?“, wollte Emil wissen.
„Ich dichte gerade ein großes Lied auf den jungen König Sigurd.“
„Du kennst Sigurd?“ Emil platschte mit den Flügeln auf die Seeoberfläche. „Kennst du auch seinen Vater, Ragnar?“
„Ich kenne beide, Sigurd und Ragnar. In meinem Lied wird Sigurd einen Drachen töten. Deshalb nenne ich es ‚Sigurd der Drachentöter‘.“
Emil teilte Brunhildas überschwängliche Freude über diesen Titel ganz und gar nicht.
„Immer wollt ihr Menschen uns nur aufspießen, erschlagen, durchbohren. Drachen haben auch Gefühle! Ich habe eine Mama und einen Papa. Mein Papa hat Ragnar erst groß gemacht, und das nicht freiwillig. Ihr nennt Ragnar einen großen König. Wie dumm! Er bringt ganze Sippen um und ihr verehrt ihn. Ich glaube auch nicht, dass Sigurd einen Drachen töten würde, denn ich weiß, dass er einen Drachen zum Freund hat – meinen Papa!“
Brunhilda errötete. Sie kniete sich nieder und umfasste Emils Drachennase.
„Du hast recht. Ich bin dumm. Sigurd und der große Drache sind Freunde. Täglich treibt es die beiden auf die See hinaus. Ich werde mein Lied umschreiben!“
„Na, ganz so schlimm steht es mit deinem Verstand nun auch wieder nicht“, fauchte Emil besänftigend. „Wo finde ich denn die beiden?“
„Man erzählt sich, dass es Sigurd und den Drachen oft nach Isenland treibt, dorthin, wo die Vulkane brodeln.“
„Fauch, schmauch, Drachenzahn, dann weiß ich, wo ich sie finden kann! Ich danke dir, große Dichterfürstin, und vergiss niemals: Drachen haben Gefühle!“
Brunhilda lachte. „Nein, das vergesse ich bestimmt nicht. Mach’s gut, Emil, und viel Glück!“
Emil erhob sich in die Lüfte und verschwand.

Drachenbücher auf der Leipziger Buchmesse (23.-26- März 2017)

Hallo Drachenfreunde! Wenn Ihr wollt, könnt Ihr Steffen Grosser, den Zeichner der wundervollen Emilbilder, und mich auf der Leipziger Buchmesse (23.-26. März) besuchen! Halle 4 D-106, aber bitte gruselt euch nicht, denn der Verlag Kirchschlager (an dessem Stand wir stehen) wird auch sein kriminalistisches Programm dabei haben … Es grüßt Euch Euer Drachenritter Michael

Michael Kirchschlager

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Termine für öffentliche Lesungen: 17. Juni KIKUNA Eisenach, wahrscheinlich besetzen wir da wieder das Rathaus! In einigen Schulen (Wilhelm Busch Grundschule Gera) bin ich zudem mit einem Mittelalterprojekt im Einsatz.

Emil rettet wieder einmal Thüringen! Das 2. Hörspiel ist da!

Während der kleine Drache Emil in seiner Höhle in einen tiefen und festen Drachenschlaf fällt, ereignet sich Unheimliches in Thüringen. Der böse Herzog Heinrich der Grimmige belagert das Schloss der Landgräfin Jutta. Gemeinsam mit zwei furchterregenden Ungeheuern aus der Fabelwelt gelingt es ihm, ein ganzes Land in Angst und Schrecken zu versetzen. Als auch der letzte Hoffnungsschimmer zu erlöschen droht, macht sich ein kleines, mutiges Mädchen auf den gefahrvollen Weg, um den Drachen Emil zu finden.

Denn alle Thüringer wissen: Nur der tapfere Drache kann ihr Land noch retten!

Emil Hörspiel 2

Zum geschichtlichen Hintergrund:

Historisch orientiert sich das 2. Hörspiel, genau wie das Buch der Emil-Saga, welches wieder in Thüringen spielt, an den Geschehnissen des Jahres 1180. Heinrich der Löwe, von Kaiser Friedrich I. Barbarossa geächtet, greift mit seinem Heer aus Bayern und Sachsen die Landgrafschaft Thüringen an. Er zerstört Nordhausen und Mühlhausen mit Feuer und fordert die Thüringer zur Schlacht. Diese stellen sich im Mai des Jahres 1180 bei Weißensee dem brandschatzenden Heer des Löwen in den Weg. Es kommt zu einer dramatischen Ritterschlacht, in der Landgraf Ludwig III. wie ein zweiter Makkabäus kämpft, so ein Chronist. Doch das Kriegsglück ist nicht mit den Thüringern. Die Schlacht endet mit einer Niederlage; Landgraf Ludwig und sein Bruder Hermann (der spätere Dichtermäzen) müssen in Gefangenschaft. Bis zu ihrer Freilassung regiert nun Landgräfin Jutta das Land.

Literarisch greift Michael Kirchschlager weit aus, wenn er die Runneburg in Weißensee als „Montalbane“ – weißer Berg – bezeichnet und damit direkt auf Heinrich von Veldeke verweist, der am Landgrafenhof den ersten deutschen „Roman“ verfaßte. Augenzwinkernd wird auch die Wartburg erwähnt und wie die Risse im Mauerwerk der alten Landgrafenfeste zu erklären sind …

„Emil rettet Thüringen“ ist wieder ein spannendes Hörabenteuer für die ganze Familie und läßt hoffen, daß Thüringen doch gerettet werden kann – und wird.

Gesprochen von Imme Tröge (Drachenmutter, Ziegenherzchen u. a.) und
Michael Kirchschlager (Drache Emil, Herzog Heinrich u. a.)
Künstlerische Produktion, Spezialeffekte usw.: Jens Busch
Gesang: Norbert Radig
Illustrationen des Booklets: Steffen Grosser
Layout: Claudia Speckmann
Produktion: Steffen Knabe, Anja Puse, Knabe Verlag Weimar

Preis: 12,95 Euro
ISBN 9-783940442161

Onkel Egon – eine neue, lustige Drachengeschichte

Wenn es dem kleinen Emil langweilig wurde, erzählte seine Mama ihm Geschichten von Drachen. Hier ist nun so eine Geschichte: Lava, die Drachenmutter, mußte nicht lange nachdenken.
„Es gibt viel mehr lustige Geschichten über Drachen als traurige, mein Kind, und die lustigsten Geschichten habe ich mit meinem Onkel Egon erlebt.“
„Ich habe einen Onkel Egon?“ fragte Emil erstaunt und neugierig zugleich. „Das ist wirklich ein lustiger Name.“
„Eigentlich hat Onkel Egon drei Namen, denn er hat drei Köpfe.“
„Drei Köpfe?“, rief Emil, „das geht ja noch. Hätte er sechzig Köpfe, wie der Drachen Vielkopf könnte man sich die vielen Namen doch gar nicht merken.“
„So ist es. Also, Onkel Egon heißt noch Erwin und Elmar. Er ist eine echte Frohnatur, stets gut gelaunt, frißt nur Rüben und Wurzeln und tut keiner Fliege etwas zu leide. Doch Onkel Egon lebt allein in seiner viel zu großen Höhle und alle Versuche, eine Drachenfrau für ihn zu finden, schlugen bisher fehl. Dabei ist Onkel Egon, Erwin und Elmar ein hübsches Kerlchen, kräftig gebaut, dunkelgrün, ein verwegener Flieger und Taucher und überhaupt … Aber wenn es ums Heiraten geht …“ Die Drachenmutter verzog ihr hübsches Drachengesicht zu einem Grinsen.

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Das Bild hat wieder Steffen Grosser gezeichnet!

„Das verstehe ich nicht“, fragte Emil und kratzte sich verlegen auf der Drachennase. Seine Mama lachte. „Nun, wenn sich denn einmal eine Drachenfrau vor seiner Höhle verirrt hatte, fragte Egon immer seine beiden Brüder, wie sie die holde Drachenbraut wohl fänden. Grundsätzlich lehnte Onkel Erwin immer ab. Anders Onkel Elmar, der immer nur ‚Joo‘ sagte und so ging das hin und her. Sagte also Onkel Egon: ‚Mir gefällt sie‘, entgegenete Onkel Erwin stets: ‚Mir gefällt sie nicht‘. Dann sahen beide zu Onkel Elmar und fragten: ‚Und wie gefällt sie dir? Und jedes Mal erhielten sie zur Antwort: ‚Joo‘!“
Der kleine Emil lachte und lachte und auch seine Mama lachte und beide lachten so lange und so laut, daß ihnen Drachentränen flossen.
„Joo!“ fauchte Emil und verdrehte die Augen.
„Joo!“ fauchte auch seine Mama. „Ach ja, Emilchen, der gute Onkel Egon lebt heute immer noch allein. Joo!“

Drachenbilder-Ausstellung im Rahmen des Geraer Bücherfrühlings vom 4. April bis 7. Mai 2016

Emil aus der Drachenschlucht
Neue Ausstellung in der Geraer Bibliothek zeigt Buchillustrationen von Steffen Grosser zu den Drachenbüchern von Michael Kirchschlager

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Am 4. April 2016 um 14:30 Uhr eröffneten wir in der Stadt- und Regionalbibliothek Gera für kleine und große Drachenfans eine Ausstellung (bis zum 7. Mai, danach ab 1. Juni im Museum für Stadtgeschichte in Erfurt). Zu sehen sind viele farbige Originalbilder vom kleinen Drachen Emil, die als Illustrationen in den Büchern von Michael Kirchschlager zu finden sind, aber auch bisher unveröffentlichte Zeichnungen werden gezeigt.

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Drache Emil ist in der Drachenschlucht im schönen Thüringen aufgewachsen und von Professor Jakoble, einer alten weisen Rabenkrähe, erzogen worden. Bisher erzählen drei Bücher von seinen Abenteuern und verbinden dabei Spaß, Spannung und Thüringens Geschichte miteinander. Michael Kirchschlager ist Autor der Geschichten, Steffen Grosser der Zeichner. Er gibt dem Drachen Emil, seiner Mama, seinen Freunden und natürlich auch den vielen Schurken, wie Heinrich dem Grimmigen oder dem Trollkönig Frott, ihre Gestalt. Beide, Autor und Zeichner, waren zur Ausstellungseröffnung zu Gast und hatten für die 50 zumeist kleinen Drachenfans auch etwas mitgebracht…

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Wie der Drache Emil Thüringer Schaufenster und Buchhandlungen erobert …

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Oben: Buchhandlung Schmitt & Hahn in Gera, Schloßstraße (Gestaltung: Christine Geithel). Rechts seht Ihr einen Normannenschild mit einem Wikingerdrachen. Dieses Schild trug ich als Bannerträger 2006 in der Schlacht bei Hastings auf Seite der Normannen im Franco-Flämischen Kontingent.

Unten: Arnstädter Buchhandlung im April 2016.

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Unten: Ein wahrhaft toller Buchtisch in den Gera Arcaden, Thalia Buchhandlung Gera (Gestaltung: Frau Oertel). Den schönen Drachen-Tischläufer hat Katrin Cagnin aus Arnstadt geschneidert, unsere „Drachen-Banner- und Wimpelschneiderin“.

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Unten: Das Schaufenster der Buchhandlung Peterknecht in Erfurt, gestaltet von Frau Wirsing.

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Herzlichen Dank an alle Buchhändlerinnen und Buchhändler, die uns damit kräftig unterstützen!!!

Emil startet wieder in neue Abenteuer … eine Buchbesprechung von Heidi Zengerling

Ich war dabei und möchte euch berichten, wie mir gefallen hat, was Autor und Illustrator erarbeitet haben. Ich muss ehrlich sagen, dieses Drachengeschichten stehen Ingo Siegners „Drachen Kokosnuss“ in nichts nach – im Gegenteil !!!!

Ich finde die Arbeit des Illustrators einfach hervorragend. Bin von seiner Art zu zeichnen angetan und mag seine Charakter- und Szenendarstellung ausnahmslos. Auch in diesem Buch hat er wieder saubere Arbeit geleistet und Zeichnungen erschaffen, die für Kinder wie Erwachsene betrachtenswert und aussagkräftig sind.

Zur Geschichte kann ich mich ebenfalls nur positiv auslassen, da ich sie rundherum gelungen finde. Sowohl Spannung ist gegeben, als auch lehrreicher Inhalt, der ohne erhobenen Zeigefinger spannend und kindgerecht dargeboten wird. Weiterlesen